Solarpaneele sind eine hervorragende Möglichkeit, auf Overlanding- und Offroad-Abenteuern Strom zu erzeugen, ohne auf externe Energiequellen angewiesen zu sein. Sie bieten Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit, egal ob Du im abgelegenen Gelände campst oder auf einem Roadtrip unterwegs bist. Doch bevor Du Dich für ein Solarsystem entscheidest, stellt sich die Frage: Fest installierte Solarpaneele oder mobile Solarpanels? In diesem Blogbeitrag erfährst Du die Vor- und Nachteile beider Optionen und worauf Du bei der Installation achten solltest.
Fest installierte Solarpaneele Vorteile:
Ständige Energiegewinnung: Fest installierte Solarpaneele sind immer einsatzbereit, solange die Sonne scheint. Während der Fahrt wird kontinuierlich Strom produziert, was besonders praktisch für den Betrieb von Kühlboxen, Ladegeräten oder Bordelektronik ist. Einmal montiert, sind die Paneele sicher am Fahrzeug befestigt. Sie sind weniger anfällig für Beschädigungen oder Verlust bei starkem Wind oder unebenem Gelände. Du sparst Zeit und Mühe, da Du die Solarpaneele nicht jedes Mal aufstellen oder verstauen musst. Besonders bei häufigen Standortwechseln ist dies ein grosser Vorteil. Da die Paneele aussen montiert sind, bleibt mehr Stauraum im Fahrzeug selbst.
Nachteile:
Der Winkel der Paneele lässt sich in der Regel nicht anpassen, was die Effizienz bei suboptimalem Sonnenstand einschränken kann. Staub, Schatten oder Schnee können die Leistung beeinträchtigen. Die Reinigung erfordert teilweise das Klettern auf das Fahrzeug. Du kannst Dein Fahrzeug nicht im Schatten parken, wenn Du gleichzeitig Strom erzeugen möchtest. Für die Montage müssen oft Löcher gebohrt oder spezielle Halterungen angebracht werden, was bei Leasingfahrzeugen oder bei späterem Verkauf des Fahrzeugs ein Nachteil sein kann. Auch das Aufkleben auf dem Fahrzeug oder der Motorhaube kann später bei der Entfernung des Klebers kostspielig werden. Nicht zu vergessen, das Ausbleichen des Lacks durch das UV-Licht. Sobald die Paneele wieder entfernt werden, sieht man einen Schatten, der erst wegpoliert werden muss.
Motorhauben-Solarmodul von ORYX
Mobile Solarpaneele Vorteile:
Mobile Solarpaneele kannst Du überall aufstellen. So parkst Du Dein Fahrzeug im Schatten und stellst die Paneele in die Sonne. Du kannst die Paneele je nach Sonnenstand ausrichten und so die Stromproduktion maximieren. Am Abend stellst Du diese schon Richtung Osten auf, um den ersten Sonnenstrahl in Strom zu verwandeln. Über den Mittag so, dass die Sonne den ganzen Tag darauf scheint und am späten Nachmittag Richtung Westen, um auch den letzten Sonnenstrahl zu nutzen. Man kann diese auch für andere Fahrzeuge nutzen und auch anderen ausleihen, wenn man nicht auf Tour ist.
Nachteile:
Mobile Paneele müssen sicher verstaut werden. Je nach Grösse kann das im Fahrzeug wertvollen Platz beanspruchen. Da die Paneele lose aufgestellt werden, ist das Risiko höher, dass sie gestohlen werden. Beim Transport oder durch unbeabsichtigte Stösse können mobile Paneele leichter beschädigt werden.
Die ideale Kombination:
Fest installiert und Mobile, wer die Vorteile beider Systeme nutzen möchte, setzt auf eine Kombination aus fest installierten und mobilen Solarpaneelen. Das bietet Dir maximale Flexibilität und Versorgungssicherheit. Die fest installierten Paneele sorgen während der Fahrt und bei Standzeiten für eine kontinuierliche Ladung der Batterie. Mobile Paneele kannst Du zusätzlich nutzen, um bei längeren Aufenthalten die Stromproduktion zu maximieren, indem Du sie optimal zur Sonne ausrichtest. Auch kannst Du das Fahrzeug in den Schatten stellen und die mobilen Solarpaneele in die Sonne ausrichten.
Du hast immer die Wahl: Bei Regen oder starkem Wind bleiben die mobilen Paneele sicher verstaut, während die festen Paneele weiterhin Strom liefern.
Installation von Solarpaneelen am Fahrzeug:
Egal, ob fest installiert oder mobil, bei der Installation von Solarpaneelen auf Deinem Fahrzeug gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:
Leistungsbedarf ermitteln: Berechne, wie viel Strom Du benötigst, um die passenden Paneele auszuwählen. Im Internetz gibt es Stromrechner für Fahrzeuge.
- Leistungsbedarf ermitteln: Berechne, wie viel Strom Du benötigst, um die passenden Paneele auszuwählen. Im Internetz gibt es Stromrechner für Fahrzeuge.
- Laderegler nutzen: Ein MPPT- oder PWM-Laderegler sorgt für effizientes Laden Deiner Batterien. Während der PWM-Laderegler die Eingangsspannung der Solaranlage verringert, nutzt der MPPT-Laderegler den überschüssigen Teil der Spannung, um zusätzlichen Ladestrom zu erzeugen.
- Verkabelung und Schutz: Achte auf ausreichend dimensionierte Kabel und sichere die Installation mit Sicherungen ab. Gerade bei schlechtem Wetter ist es wichtig, die Leistungsverluste durch die Kabel zu minimieren. Wir empfehlen MC4 Stecker mit 4 mm² Kabel.
- Befestigung: Bei festen Installationen ist eine sichere und stabile Montage entscheidend. Bei mobilen Paneelen sollte die Halterung sowohl robust als auch leicht auf- und abzubauen sein. Hier können Airlineschienen, Karosseriekleber oder Halterungen für Dachplattformen genutzt werden.
Fazit:
Was passt zu Deinem Overlanding-Stil? Die Wahl zwischen festen und mobilen Solarpaneelen – oder einer Kombination aus beiden – hängt stark von Deinem Reiseverhalten ab. Für Langzeitreisende: Fest installierte Solarpaneele bieten Komfort und eine konstante Stromversorgung, ideal für den täglichen Einsatz. Für flexible Abenteurer: Mobile Solarpaneele bieten die Freiheit, Dein Fahrzeug flexibel zu parken und gleichzeitig Strom zu erzeugen. Die clevere Kombination: Wer maximale Unabhängigkeit und Flexibilität sucht, kombiniert beide Systeme und profitiert von den jeweiligen Stärken. Mit der richtigen Planung und Installation bist Du bestens für Dein nächstes Abenteuer gerüstet – egal, ob Du gerade fährst, campst oder einfach nur entspannst.